0
WWW.SECARTS.ORG unofficial world wide web avantgarde
DEauswählen was geht
× nix los...
Ändere die Suchkriterien oder melde Dich an, um alle Termine anzuzeigen.
Diesen Artikel auf Weibo™ posten teilen
Artikel:   versendendruckenkommentieren (2)

Mit Erstaunen und Verwunderung nehmen wir, Veranstalter der II. Konferenz „der Hauptfeind steht im eigenen Land“, die im Mai 2010 in Göttingen stattfand, folgende Auslassung des Genossen Heinz Stehr, Vorsitzender der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP), zur Kenntnis: In einem Artikel zum Thema „SDAJ und DKP“, erschienen auf der Internetseite www.kommunisten.de und in der UZ vom 16.7., äußert sich Heinz Stehr kritisch über die Arbeit der SDAJ, und in diesem Zusammenhang auch über unsere Konferenz: „Ich habe die letzten drei Ausgaben der „position“ durchgelesen. […] Es wird für eine Konferenz in Göttingen geworben unter dem Titel 'Der Feind steht im eigenen Land'. Unter anderem hielt dort der Bundesvorsitzende der SDAJ, Björn Schmidt, ein Referat. Das Referat ist leider nicht nachzulesen. Aber der Teilnehmerkreis aus dem KAZ/FDJ-Spektrum lässt befürchten, dass dies keine Veranstaltung war, die darauf abzielte, größere Teile politisch links interessierter Jugendlicher, vor allem aus der Arbeiterjugend, anzusprechen.

Der Genosse Björn Schmidt, Vorsitzender der SDAJ, der auf der Konferenz ein Referat mit dem Thema „Wie können Jugendliche in Stellung gegen den Hauptfeind gebracht werden?“ hielt, hat den Teilnehmern der Konferenz insbesondere die aktuelle antimilitaristische Kampagne der SDAJ („Bundeswehrfreie Zonen schaffen“) vorgestellt. Das vollständige Referat ist keine Geheimsache, sondern wird selbstverständlich in der (für Ende September geplanten) Dokumentation der II. Konferenz erscheinen. Diese wird u. a. über die Webseite www.secarts.org veröffentlicht werden. [Die Dokumentation ist veröffentlicht und kann u. a. auf secarts.org heruntergeladen werden. Anm. d. Red.]

Unsere Konferenz, die sich den Ausspruch Karl Liebknechts, Mitbegründer der KPD 1918/19, „der Hauptfeind steht im eigenen Land und heißt deutscher Imperialismus“ zum Motto nahm, sieht sich keineswegs im Widerspruch zu Analysen und Zielen, die auch von der DKP verfolgt werden und so auch im Parteiprogramm der DKP nachzulesen sind.

Viele Teilnehmer der Konferenz sind Mitglieder der DKP, auch Referenten der Konferenz kommen aus der DKP. Der Veranstalter der Konferenz, das Internetportal www.secarts.org, sieht sich der DKP traditionell solidarisch verbunden und veröffentlicht regelmäßig Artikel aus der Zeitung der DKP, „Unsere Zeit“. Wir sind uns nicht im Klaren, was Genosse Heinz Stehr mit diesem Angriff bezweckt und in welche Richtung die Verengung des personellen und organisatorischen Spektrums auf einzelne Teilnehmer und/oder Referenten der Konferenz sowie die behauptete Unattraktivität auf „links interessierte Jugendliche“ hindeuten soll.

Vor dem Hintergrund der massiven Ausweitung deutscher Kriegseinsätze und der zunehmenden Militarisierung der Gesellschaft sehen wir gerade in der gemeinsamen Diskussion und Aktion antimilitaristischer Kräfte verschiedener politischer Herkunft einen Schlüssel zur Entwicklung von Widerstand.

Veranstalter der Konferenz "der Hauptfeind steht im eigenen Land",
Redaktion www.secarts.org




 
Creative Commons CC BY-NC-ND 4.0
Inhalt (Text, keine Bilder und Medien) als Creative Commons lizensiert (Namensnennung [Link] - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen), Verbreitung erwünscht. Weitere Infos.
 


 
  Kommentar zum Artikel von Sepp Aigner: Webseite
Freitag, 23.07.2010 - 15:29

Genosse Stehr sollte sich die secarts-Seite mal genau ansehen. Dann wuerde er hoffentlich zu einem anderen Urteil kommen. Mir als in der DKP organisierten Kommunisten ist das secarts-Portal eine wertvolle Hilfe bei der politischen Arbeit. Die Ausgrenzungen "von frueher" - fuer die es damals durchaus gute Argumente gab - ist HEUTE ueberhaupt nicht mehr gerechtfertigt. Nicht nur die DKP hat sich veraendert, sondern auch der politische Zusammenhang, der aus dem ehemaligen Arbeiterbund hervorgegangen ist. Notwendig ist nicht Ausgrenzung, sondern vielmehr die engstmoegliche Zusammenarbeit der Kommunisten. Und das steht in keiner Weise in Widerspruch zu der Notwendigkeit, die Masse der Arbeiter und Angestellten, nicht zuletzt die Arbeiterjugend, zu erreichen.

Es gibt tatsaechlich einen starken Druck des rechten und liinken Opportunismus auf kommunistische Positionen. Secarts faellt nicht unter diese Kategorie, sondern verteidigt Letztere.


   Kommentar zum Artikel von corvalan2:
Freitag, 03.09.2010 - 22:43

Hallo,

ich der Forum-Muffel hab mal wieder nix mitbekommen. Voll die Pennmütze. Aber trotzdem noch Senf zugeben, das haben wir gerne...

Wollte nur anmerken das die Sache mit meinem 12besten Freund und Genossen Stehr auch ihr Gutes hat.

a) Die FDJ ist allmächtig und das wird sie auch noch sein, wenn es sie gar nicht mehr gibt. Das imaginäre Eigenleben des Rufs dieser Organisation hat eine atemberaubende Geschwindigkeit angenommen! Eigentlich brauchen wir nur abwarten bis die FDJ über die sich alle das Maul zerreißen, die in der Einbildung mancher netter Zeitgenossen schon zu einem "Spektrum" gehört, also die FDJ die es überhaupt nicht gibt in der Realität, die Revolution vollendet.
In bester Gesellschaft meines Freundes Stehrs ist auch der hiesige Anwalt der "Super Illu" dieser hat vor kurzem in einer schriftlichen Stellungnahme festgestellt, das die FDJ bis vor kurzen "aus dem Untergrund" agierte und nun eine "rote Front" formiert. Da lachen ja die Heringe die in der Pfanne verrückt werden.

b) Dei Vokabeln "Spaltung" und "Sektierertum" benutzen Alle (auch wir) viel zu oft, viel zu oft inflationär. Da freut man sich schon ein wenig, über so ein lupenreines Beispiel wie von meinem Freund Stehr, ein Beispiel für Spalterei vom Feinsten. So lassen sich mal wieder die Maßstäbe zu eichen.

Das dazu.

Ringo,
der ungemein gefährliche aus dem Untergrund die rote Front im KAZ-Spektrum aufbauende FDJler aus Berlin...