0
unofficial world wide web avantgarde
DEauswählen was geht
× nix los...
Ändere die Suchkriterien oder melde Dich an, um alle Termine anzuzeigen.
29
"Die DKP München macht weiter Geschichte"
  XML • begonnen von secarts.org Redaktion am 24.11.2017
     
24.11.2017, 16:00 Uhr
- - - - - - - - - -
Diskussion zum Artikel:
"Die DKP München macht weiter Geschichte"
Zu den Auseinandersetzungen in der Deutschen Kommunistischen Partei

von secarts.org Redaktion (24.11.2017)
- - - - - - - - - -

Wir dokumentieren im Folgenden einen Teil des "Rundbriefes der DKP München" vom 24. November 2017. In der Deutschen Kommunistischen Partei (DKP) toben fraktionelle Auseinandersetzungen, es kommt zu koordinierten Austritten. Dies schwächt die ohnehin bedrängte Partei, doch tatsächlich handelt es sich um eine Minderheit aus untereinander zerstrittenen Gruppen. Die DKP wird auch diesen Kampf der Linien überstehen. Ob sie daran wachsen kann, hängt wi... [ ...mehr lesen?]
25.11.2017, 00:13 Uhr
Re: "Die DKP München macht weiter Geschichte"

Communarde
Der peter
GAST
Danke Genossen. Das Ganze ist auch eine Chance!
25.11.2017, 12:45 Uhr
Re: "Die DKP München macht weiter Geschichte"

Communarde
tolpatchow
Nicht nur von rechts, auch von links verlassen die Sektierer die Partei. Das oben geschriebene sollte auch dafür gelten. Der Trennungsprozess ist notwendig, nun sollte der Aufbau beginnen.
Link ...jetzt anmelden!
25.11.2017, 15:12 Uhr
Re: "Die DKP München macht weiter Geschichte"

Communarde
Fehrbellin
GAST
Die Linksradikalen gehen, die Rechtsopportunisten gehen, alles zeitgleich, schön gestaffelt. Sauber orchestriert. Und mit gehörig viel Schafsdummheit ermöglicht. Der eine Weg führt wohl über kurz oder lang in die Linkspartei. Der andere: ja, keine Ahnung. So viel Wortgeklimper in hermetischer Sprache war seit den Siebzigern nicht mehr. Nur daß die selbsternannten endgültigen Parteien der Arbeiterklasse alle 10.000 Leute aufbieten konnten, nicht nur 100. Und die haben damals schon die KPD nachgespielt, die hatte 500.000...
25.11.2017, 16:31 Uhr
'Die DKP München macht weiter Geschichte'

EDIT: FPeregrin
25.11.2017, 16:32 Uhr
Communarde
FPeregrin
Die Abgangsvorgänge sind aber nicht einfach spiegelbildlich, sondern auch qualitativ zu unterscheiden. Linksradikalismus ist eine Kinderkrankheit: Man kann ihn gestärkt hintersichbringen - Renegatentum ist wie Alterskrebs: Das ist nicht mehr wegzukriegen.

Und entsprechend müssen die Abgänger behandelt werden: Von den Linksradikalen werden einige zurückkommen; diesen Weg darf man ihnen nicht durch persönlich unbedachtes Verhalten verstellen, auch nicht aus Wut und menschlicher Enttäuschung! - Nur bei den Renegaten gilt uneingeschränkt: Farewell and adieu! Deren Weg geht konsequent immer tiefer in den Sumpf. Füglich werden sie über kurz oder lang in der PdL den kollaborationistischen rechten Flügel verstärken, gefährlich nicht zuletzt dadurch, daß sie vermeintlich "kommunistische" Standards vorgeben. Als Kommunist in der PdL (KPF) bin ich von dieser Aussicht alles andere als entzückt!
25.11.2017, 16:46 Uhr
Re: "Die DKP München macht weiter Geschichte"

Communarde
MARFA
@FPeregrin: so einfach ist das nicht denke ich, denn auch bei den Rechtsopportunisten ist der eine oder andere eher "fälschlich" gelandet. Persönliche Bindungen, individuelle Enttäuschungen, zufällige biographische Entwicklungen haben da oftmals vorgegeben, wer wo gelandet ist. Das gilt natürlich nicht für die Anführer, aber doch für etliche Mitglieder.

Was die Linksradikalen angeht: da hätte man manche niemals aufnehmen dürfen. Andere wären sowieso gegangen und haben nun ihre ideologische Legitimation für die Privatisierung in Etappen. Und um manche ist es auch hier schade. Ich kenne allerdings keine Beispiele, wo es nach organisatorischer Abspaltung gelungen wäre, eine linke Spalterbewegung oder doch nur nennenswerte Teile ihrer Mitgliedschaft wieder in die Partei zurückzuholen.
25.11.2017, 17:29 Uhr
'Die DKP München macht weiter Geschichte'

EDIT: FPeregrin
25.11.2017, 17:30 Uhr
Communarde
FPeregrin
Ich meine aber doch, daß zwischen beiden Tendenzen ein qualitativer Unterschied besteht: Aus den Folgen von Linksradikalismus kann man positiv etwas lernen, aus denen von Renegatentum nicht. Daß beide Tendenzen ihre Anführer und ihrer Mitläufer haben - geschenkt. Die Anführer - auf der linken Seite etwa der Kern der 'Frankfurter', die man in der Tat nicht hätte aufnehmen dürfen - werden ganz sicher nicht zurückkommen, wohl aber Mitläufer - unorganisiert und einzeln freilich. Aber dieser Weg ist auf der linken Seite einfacher als auf der Rechten, meine ich, denn hier ist eben nicht der feste Entschluß zum Klassenverrat das Movens wie bei Leo Mayer & Co., sondern der Wille, es ganz doll richtig zu machen. Dem kann ich die moralische Integrität zumindest nicht absprechen, beim Liquidatorentum "altbayerischer" Provenienz ist das anders.
25.11.2017, 20:38 Uhr
"Die DKP München macht weiter Geschichte"

Communarde
mischa
"Ich kenne allerdings keine Beispiele, wo es nach organisatorischer Abspaltung gelungen wäre, eine linke Spalterbewegung oder doch nur nennenswerte Teile ihrer Mitgliedschaft wieder in die Partei zurückzuholen. "

Bin mir nicht sicher: KPI - Il Manifesto - Rifondazione?
Und auf der "rechten" Seite: KPD - KPO - SED
25.11.2017, 21:05 Uhr
Re: 'Die DKP München macht weiter Geschichte'

EDIT: RevLeft
25.11.2017, 21:12 Uhr
Communarde
RevLeft
Naja, objektiv sieht es doch eher so aus:

- Die Rechtsabspalter wurden ziemlich überrumpelt (von der Auflösung des Bezirkes Südbayern) und agieren eher unkoordiniert. Von den (auch von mir!) vielfach unterstellten langfristigern Destabvilisierungsplänen bleibt im Lichte gesehen nicht viel übrig. Die einst gewieften Taktierer dröppeln aus der Partei, der große neue Wurf fehlt, statt dessen dürften sich die Truppen nun zwisachen Verbleib in der DKP, Übertriett in die Linke, Eigenbrödelei in der "Mali" und Gang ins politische Nirvana mittelfristig zerstreuen...

- Die Linksabspalter hingegen müssen effektive Fraktionsarbeit betrieben haben, um das hier hinzukriegen: gestaffelter Austritt von wohl mittlerweile rund 100 überwiegend sehr aktiven Genossen. Ein Schweigegelübde, das bis jetzt hält. Wühlarbeit weit über die eigentlichen Zentren des Aufruhrs FfM, Tübingen, evtl. Thüringen, hinaus. Und ein Gespür für "Timing" in dem Sinne, der DKP in einem der schwierigsten Momente (Abspaltung der Mayeristen) noch richtig einen mitzugeben. Noch ist die Sache ja nicht durch und manche Mehrheiten dürften jetzt fehlen.

Was den Schaden angeht waren letztere deutlich effektiver. Das sollte man berücksichtigen!
25.11.2017, 22:54 Uhr
Webseite

Communarde
Immer noch Genosse
GAST
Die DKP wird sich von solchen unsicheren Elementen schon nicht unterkriegen lassen. Die haben überwiegend eh nur auf eine sich passende Gelegenheit gewartet. Die DKP muss eben aus Sicht der Herrschenden maximal unattraktiv gehalten werden. Bald sind eventuell Neuwahlen. Da darf es nichts geben was der Linkspartei auch nur ein paar zehntausend Stimmen abjagt.
  Seite: 123