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südkorea als imperialistische macht
  begonnen von smersch am 10.08.2015  | 16 Antworten
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27.11.2016, 19:29 Uhr
Nutzer / in
smersch

südkorea als imperialistische machtIch bin auch nicht der Meinung, dass SK unbedingt Atomwaffen will.

Hier mal eine kleine und prägnante Übersicht über derzeitige Stimmungen:

"Seit 2013 haben die Amerikaner das THAAD-Raketenabwehrsystem auf ihrem pazifischen Stützpunkt Guam installiert. Der Beschluss, dieses System bis Ende 2017 auch in Südkorea zu postieren, hat eine erregte öffentliche Diskussion ausgelöst; viele Südkoreaner sind dagegen. Die Debatte darüber ist jetzt durch die Nachricht aus Washington zusätzlich aufgeheizt worden, dass im Pentagon Pläne geschmiedet werden, einen präventiven Zerstörungsschlag gegen die nordkoreanischen Nuklearanlagen und Raketenbasen zu führen, sobald Pjöngjang atomar bestückte Interkontinentalraketen in Dienst stellt, die das amerikanische Heimatland oder auch nur Guam oder Okinawa erreichen können.

Beim Deutsch-Koreanischen Forum, das sich Ende letzter Woche in der alten Königstadt Gyeongju zu seiner Jahrestagung traf, gab Kim Young Hee Gefühlen Ausdruck, die wohl die meisten seiner Landsleute teilen. Eindringlich warnte er: "Wenn die Amerikaner zu solch einem Präventivschlag ausholen, wären Südkorea und Japan die ersten Vergeltungsziele. Es könnte viele Hunderttausend Tote geben."

Ansonsten gehen die Meinungen weit auseinander. Die einen sind für eine Beschleunigung des THAAD-Aufbaus. Der Wiedervereinigungsbeirat der Präsidentin empfiehlt, dass die Amerikaner taktische Atomwaffen, die sie vor 25 Jahren abgezogen haben, aufs Neue in Südkorea stationieren, außerdem auch Stealth-Kampfjets und Fernbomber vom Typ B-52. Wieder andere sind dafür, die für Anfang der 2020er Jahre geplante Aufstellung des eigenen Abwehrsystems Korean Air and Missile Defense so weit wie möglich vorzuziehen.
Trumps Aussagen verunsichern

Wer derlei Maßnahmen ablehnt, setzt sich zumeist für weitere Sanktionen gegen Nordkorea ein, auch für koreanische Sanktionen, die über die UN-Sanktionen hinausgehen. Geredet wird über die komplette Einstellung jeglichen (jedoch ohnehin nur minimalen) Handels, über Maßnahmen, die Pjöngjang daran hindern, nordkoreanische Arbeiter ins Ausland zu entsenden und über eine Erweiterung der Sperrliste für einzelne Personen und Institutionen des Nordens.

Doch gibt es auch eine wachsende Fraktion von sicherheitspolitischen Falken, die der Ansicht sind, dass Südkorea seine eigenen Kernwaffen braucht, um sich gegen Kim Jong Uns atomares Nordkorea durch ein verlässliches "Gleichgewicht des Schreckens" abzusichern. Donald Trumps Bemerkung im vergangenen März – "Offen gesagt, wir wären besser dran, wenn Südkorea anfinge sich selber gegen diesen Verrückten im Norden zu schützen" – hat dieser Fraktion neue Argumente geliefert. Noch allerdings handelt es sich nur um eine Minderheit.

Die Regierung betont, dass sie weiterhin am Konzept einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel festhält. Doch ist die innenpolitische Position der Präsidentin Park Geun Hye angeschlagen. Die Opposition ist sich nicht einig, welchen Kandidaten sie bei den Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr ins Rennen schicken will. Auch ist keineswegs sicher, wer am 8. November in Amerika zum Präsidenten gewählt wird. Auf der koreanischen Halbinsel glimmt auf jeden Fall wieder die Lunte am Pulverfass.
"
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Das mit dem Aushungern scheint wohl auch wenig Substanz zu haben, handeln sie doch eh kaum miteinander. Wäre ja auch fragwürdig, wenn sie es tun würden.

Ich bleibe bei meiner Vermutung, dass der Konflikt schon längst primär einer zwischen China und den USA geworden ist und weniger einer zwischen den beiden Koreas.

Ich bin mir zudem auch nicht sicher, ob du den direkten Einfluss der USA auf SK nicht etwas übertreibst. Bei dir klingt das ja so, als seien die bloße Befehlsempfänger des us-amerianischen Militärs.

Warum musterten die dann aber immer mehr us-amerikanisches Material für indigene Rüstungsgüter aus - welche sie dann auch exportieren? Das wird ja wohl kaum ein Wunsch des Militärisch-Industriellen-Komplexes der USA gewesen sein.

Oder kaufen vermehrt bei EADS ein?

Zur Zeit entwickeln sie übrigens ein eigenes Kampflugzeug. Israel musste das damals unter Strafe des Entzugs der Militärhilfe das wieder abbrechen.
01.12.2016, 20:28 Uhr
Nutzer / in
MARFA

südkorea als imperialistische machtWill SK Atomwaffen?

"Da muesste man dann in Suedkorea ein geheimes Nuklearwaffenprogramm in die Wege leiten, ohne dass die Aussenwelt das mitbekommt. Wenn aber US-Truppen direkt in der nationalen Militaerebene mitmischen, scheint mir eine Geheimhaltung kaum moeglich. Ausserdem muss man erst mal atomwaffenfaehiges Material in ausreichendem Masse haben sowie das entsprechende technische Equipment. "

Die Geheimhaltung ist sicher ein echtes Problem, gegenüber den Verbündeten und China. Waffenfähiges Zeug anreichern soll angeblich recht schnell gehen, wenn genug bestimmte AKW am Start sind (soll auch für Deutschland gelten). Problematischer scheinen mir die fehlenden Erprobungskapazitäten zu sein, denn nicht- Atommächte verfügen eben auch über weniger Erfahrung bzw. fehlende Abschussvorrichtungen. Eine Interkontinentalrakete will auch erst mal gebaut sein. Ich habe keine Ahnung, ob SK das alles kann.
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