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04.05.2018, 17:07 Uhr
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arktika

• Euskadi: ETA erklärt ihre AuflösungDie Befreiungsorganisation ETA (Euskadi Ta Askatasuna), auf Deutsch "Baskenland und Freiheit", hat, nachdem sie schon vor einigen Jahren den bewaffneten Kampf eingestellt und im vorigen Jahr begonnen hat, ihre Waffen abzugeben, nun ihre Selbstauflösung bekanntgegeben. Dem vorausgegangen war eine mehrere Monate andauernde Befragung ihrer in Spanien und Frankreich eingeknasteten Gefangenen, die mit großer Mehrheit für die Auflösung stimmten.

Die Erklärung der ETA vom 3. Mai war gestern auf RedGlobe unter dem Titel:
Die letzte Erklärung der ETA an das baskische Volk, sie wurde vom baskischen Internetportal naiz verbreitet und von RedGlobe übersetzt.

Der Text:

Die baskische revolutionäre sozialistische nationale Befreiungsorganisation ETA möchte das baskische Volk über das Ende ihres Wirkens informieren, nachdem ihre Mitgliedschaft den Vorschlag bestätigt hat, den historischen Zyklus und das Agieren der Organisation für abgeschlossen zu erklären. Als Konsequenz aus dieser Entscheidung:

- hat ETA die Gesamtheit ihrer Strukturen vollständig aufgelöst;
- erklärt ETA ihre gesamte politische Aktivität für abgeschlossen. Sie wird kein Akteur mehr sein, der politische Positionen äußert, Initiativen ergreift oder andere Akteure in Frage stellt;
- werden die ehemaligen Mitglieder der ETA ihren Kampf für ein wiedervereinigtes, unabhängiges, sozialistisches, baskisches und nicht patriarchales Euskal Herria in anderen Bereichen fortsetzen, jeder in der ihm am angemessen erscheinenden, wie immer verantwortlichen und ehrlichen Weise.

ETA wurde geboren, als Euskal Herria im Sterben lag, erwürgt durch die Schlingen des Franquismus und assimiliert durch den Jakobinerstaat. Heute, 60 Jahre danach, gibt es dank der in verschiedenen Bereichen geleisteten Arbeit und dank des Kampfes mehrerer Generationen ein lebendiges Volk, dass der Herr seiner Zukunft sein will.

ETA möchte einen Konfliktzyklus abschließen, der Euskal Herria in eine Konfrontation mit den Staaten gebracht hat, die durch den Einsatz politischer Gewalt charakterisiert war. Trotzdem haben die Staaten sich darauf versteift, diesen Zyklus zu verewigen, da sie sich ihrer Schwäche in der ausschließlich politischen Auseinandersetzung bewusst sind und eine Situation fürchten, die eine umfassende Lösung des Konflikts verursachen würde. Im Gegensatz dazu hat ETA keine Angst vor einem solchen demokratischen Szenario und hat deshalb diese historische Entscheidung getroffen, damit der Prozess für die Freiheit und den Frieden auf einem anderen Weg weitergeht. Dies ist die logische Schlussfolgerung aus der 2011 getroffenen Entscheidung, den bewaffneten Kampf endgültig aufzugeben.

Künftig wird die wichtigste Herausforderung sein, als Volk einen Prozess aufzubauen, der als Achsen die Sammlung der Kräfte, die Aktivierung des Volkes und die Abkommen zwischen verschiedenen Seiten hat, um die Konsequenzen des Konflikts als auch seine politischen und historischen Ursachen zu bewältigen. Entscheidend wird sein, das Recht auf Entscheidung zu materialisieren, um die nationale Anerkennung zu erreichen. Die linke Unabhängigkeitsbewegung wird dafür arbeiten, dass dies zur Konstituierung des Baskischen Staates führt.

Diese letzte Entscheidung treffen wir, um eine neue historische Phase zu begünstigen. ETA ist aus diesem Volk entstanden und löst sich jetzt in ihm auf.

GORA EUSKAL HERRIA ASKATUTA! GORA EUSKAL HERRIA SOZIALISTA!
JO TA KE INDEPENDENTZIA ETA SOZIALISMOA LORTU ARTE!

In Euskal Herria, am 3. Mai 2018

Euskadi Ta Askatasuna
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