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Hydro-Apartheid
  [1 pic] begonnen von Dima am 22.07.2021  | 3 Antworten
NEUES THEMA22.07.2021, 01:48 Uhr
EDIT: Dima
22.07.2021, 10:24 Uhr
Nutzer / in
Dima

• Hydro-Apartheid In diesem Artikel kann man viel erfahren über den Umgang der israelischen Besatzung mit der Wasser Frage in Palästina... Mir war dieser Artikel besonders wichtig, da ich mal in Syrien in der nähe von den besetzten Berg Hermon gewohnt habe, trotzdem hatten wir meistens Wassermangel und mussten das Trinkwasser mit lastwagen besorgen!
Die israelische Besatzung nannte Hermon nach dem Krieg 1967 "die Augen der Nation" weil er die wichtigste Wasserressourcen in der Region ist. Er ist der höchste Berg Syriens!...Der Artikel geht nicht um Syrien, sondern um Palästina, und nicht nur um die Wasserkrise in Palästina, aber viel mehr...

Also auf jeden Fall empfehlenswerte Aritkel für diejenige, die wissen wollen..


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Rote Grüße,

JPG-Datei • Bild öffnen ...ohne Wasserzeichen: anmelden! الحرمون.jpg
NEUER BEITRAG23.07.2021, 14:29 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Dank für den Hinweis auf die Bedeutung der Wasser-Frage im Nahost-Konflikt. Sie wird immer gern vergessen und ist doch von wesentlicher Bedeutung. Als ich im Herbst 1993 den Text des Oslo-I-Abkommens zu lesen gekriegt habe, ist mir das aufgefallen: Es ist ein Text, der sich durchaus bilateral fair liest, bis einem klar wird, welche Bedeutung die auf den St.-Nimmerleinstag verschobenen Punkte haben: die Siedlungs-Frage und eben die Wasser-Frage. Und wenn so etwas nicht vertraglich geklärt wird, wird es mit dem Machtgefälle geklärt. Ein wesentlicher Anteil von dem, was wir jetzt in der Region erleben, hat seinen Anfang genau hierin. Und Kritik an der PLO-Führung: Viel zu lange war der schwarz-weiß-grün-rote Verwaltungszirkus und der präsidiale Pomp wichtiger als die Lösung von Alltagsproblemen.
NEUER BEITRAG29.09.2021, 00:11 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Chalida Dscharrar wieder frei! jW heute:

Auf freiem Fuß

Palästinensische Politikerin Dscharrar nach zwei Jahren aus Gefängnis in Israel entlassen

Von Gerrit Hoekman

Die Abgeordnete des palästinensischen Parlaments in Ramallah Chalida Dscharrar ist am Sonntag auf Bewährung aus israelischer Haft entlassen worden. Die 58jährige hatte zwei Jahre im Gefängnis verbringen müssen, weil sie Mitglied in der marxistischen Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) ist. Das berichtete die amtliche palästinensische Nachrichtenagentur WAFA.

Dscharrar wurde am 31. Oktober 2019 verhaftet, nachdem am 23. August desselben Jahres in der Westbank ein 17jähriges israelisches Mädchen durch eine ferngezündete Bombe getötet worden war. Vater und Bruder überlebten schwer verletzt. Die Familie, die in der Siedlung Dolev lebt, befand sich auf einem Ausflug zur bei Touristen beliebten Quelle Ein Bubin. Die Siedlung im besetzten Westjordanland verstößt gegen das Völkerrecht. Das Wasser der Quelle darf ausschließlich von israelischen Siedlern genutzt werden, palästinensische Bauern haben kein Recht dazu. Das Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) hat diese Praxis mehrfach scharf kritisiert, unter anderem in einem ausführlichen Bericht vom März 2012.

Für den Anschlag übernahm keine palästinensische Gruppe die Verantwortung, es gab kein Bekennerschreiben. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet war sich jedoch sicher, dass ein Kommando der PFLP die Bombe plaziert hatte. Nach dem Anschlag wurden rund 50 Mitglieder der Volksfront festgenommen, darunter Dscharrar. Sie seien laut Schin Bet Teil einer Terrorzelle gewesen, die noch weitere Anschläge geplant gehabt habe. Dscharrar sei der Kopf dieser Zelle gewesen. Nach zahlreichen Hausdurchsuchungen in der Westbank präsentierte Israel der Öffentlichkeit ein großes Waffenarsenal, das in den Wohnungen der Verdächtigen gefunden worden sei.

Am Ende des Gerichtsprozesses gegen Dscharrar musste der Staatsanwalt einräumen, dass keine ausreichenden Beweise für eine wie auch immer geartete Beteiligung der Angeklagten an bewaffneten Aktionen, einschließlich des Attentats in Ein Bubin, gefunden werden konnten. Trotzdem wurde sie am 1. März dieses Jahres wegen Mitgliedschaft in »einer illegalen Organisation«, sprich der PFLP, zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Israel führt alle palästinensischen politischen Gruppen, auch die Fatah des Präsidenten Mahmud Abbas, als solche – laut TV-Sender Al-Dschasira stehen insgesamt 400 auf der entsprechenden Liste.

Weil die bereits verbüßte Zeit in U-Haft auf die Strafe angerechnet wird, kam Dscharrar am Sonntag auf freien Fuß. Sie hatte bis zum Urteil mehr als ein Jahr ohne Anklage in sogenannter administrativer Haft verbracht. Ein gängiges Vorgehen bei palästinensischen Gefangenen, deren Anwälte dabei in der Regel keinen Einblick in die Prozessakten erhalten. »Die israelischen Sicherheitskräfte verteidigen diese Maßnahme mit dem Argument, dass eine Anklageerhebung sie in einigen Fällen dazu zwingen könne, sensible Sicherheitsinformationen preiszugeben«, schrieb die Onlinezeitung Times of Israel am Sonntag.

Aufsehen erregte der Fall Dscharrar im vergangenen Juli, als sie die Beerdigung ihrer Tochter Suha nur im Fernsehen verfolgen konnte. Der Antrag auf Hafturlaub war von den israelischen Behörden abgelehnt worden. »Das war ein schwerer Moment«, sagte Dscharrar laut Times of Israel am Sonntag, als sie direkt nach ihrer Freilassung das Grab ihrer Tochter besuchte, wobei sie von hochrangigen Vertretern der Volksfront und einer großen Zahl von Journalisten begleitet wurde.

Bereits 2015 hatte ein israelisches Militärgericht Dscharrar wegen angeblicher Anstiftung zur Gewalt und »Förderung terroristischer Aktivitäten« sowie ihrer Mitgliedschaft in der PFLP zu 15 Monaten verurteilt. Dscharrar bestritt die Vorwürfe vehement. Kurz nach ihrer Freilassung wurde sie im Juli 2017 erneut verhaftet und blieb 19 Monate hinter Gittern. Diesmal sei sie »an terroristischen Aktivitäten und gewalttätigen öffentlichen Unruhen« beteiligt gewesen. Es kam allerdings nie zu einer Anklage.


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An dieser Sache ist zweierlei interessant und dringend festhaltenswert - weswegen sie auch in diesem Thread gelandet ist:

a) was es heißt hinsichtlich der gelegentlich unterstellten "Symmetrie" des Konflikts, gewähltes Mitglied des palästinensischen Parlaments zu sein. Könnte die palästinensische Autonomiebehörde Knesset-Abgeordnete festnehmen, unter Mißachtung demokratischer Prozeßstandards verknacken und jahrelang wegsperren? - Wohl kaum!

b) wie das Wasser der Westbank "legal" verteilt wird, nämlich nach wie auch immer definierten ethnischen Kriterien. - Hydro-Aprtheid? Wie soll man es bitte gefälliger nennen?
NEUER BEITRAG03.10.2021, 19:13 Uhr
Nutzer / in
FPeregrin

Hydro-Apartheid Vorgestern war u.a. die Wasserfrage in den '67er Gebieten Palästinas Gegenstand einer Generaldebatte des UN-Menschenrechtsrats. Das häßliche Wort #Apartheid fällt auch hier:

UN-Menschenrechtsrat hält Generaldebatte über die Menschenrechtslage in Palästina ab

02. Oktober 2021 (WAFA) - Übersetzt mit DeepL

Der UN-Menschenrechtsrat hielt gestern eine allgemeine Debatte über die allgemeine regelmäßige Überprüfung und die Menschenrechtslage in Palästina und anderen besetzten arabischen Gebieten ab.

Der Rat hörte außerdem einen Bericht des Hohen Kommissars für Menschenrechte über die Verteilung der Wasserressourcen in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, sowie einen mündlichen Bericht des Hohen Kommissars über die Umsetzung der Resolution S-30/1.

In der allgemeinen Debatte über die allgemeine regelmäßige Überprüfung stellte Christian Salazar Volkmann, Direktor der Abteilung für Feldoperationen und technische Zusammenarbeit des Büros des Hohen Kommissars für Menschenrechte, den Bericht über die Zuweisung von Wasserressourcen in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, gemäß der Resolution 43/32 des Menschenrechtsrates vor.

Volkmann sagte, der Bericht präsentiere eine auf Rechten basierende Analyse der Verteilung von Wasserressourcen in den besetzten palästinensischen Gebieten, einschließlich Ost-Jerusalem, und empfehle Maßnahmen, um einen gerechten Zugang zu sauberem Trinkwasser im Einklang mit dem Völkerrecht zu gewährleisten. Der Bericht stellt fest, dass Wasser im Westjordanland, einschließlich Ostjerusalem, nicht in ausreichender Menge und kontinuierlich zur Verfügung steht und dass fast 660.000 Palästinenser nur begrenzten Zugang zu Wasser haben.

Der Bericht stellte auch fest, dass das Wasser ungleich zwischen Palästinensern und Israelis verteilt war. Darüber hinaus, so der Bericht, behandelten die israelischen Behörden die fast 450.000 israelischen Siedler und die 2,7 Millionen Palästinenser im Westjordanland (ohne Ostjerusalem) nach zwei unterschiedlichen Rechtsordnungen. Dies führte zu einer Ungleichbehandlung in einer Reihe von Fragen, einschließlich des Zugangs zu Wasser.

Palästina, das als betroffenes Land sprach, dankte der Hohen Kommissarin für ihren Bericht und die Aktualisierung und bat die Hohe Kommissarin, die Liste der Unternehmen im Einklang mit der Resolution zu aktualisieren. Der palästinensische Bericht betonte, wie wichtig es ist, das Recht auf Wasser genießen zu können, aber Israels Wasserraub beraubt die Palästinenser ihres Rechts auf Wasser. "Siebenundneunzig Prozent des in Gaza verfügbaren Wassers konnten nicht mehr genutzt werden. Der Anteil des Wassers, der den israelischen Siedlern zur Verfügung steht, ist nicht derselbe wie der, der den Palästinensern zur Verfügung steht. Seit den Feindseligkeiten im Mai haben die Israelis Sabotagearbeiten durchgeführt", heißt es in dem Bericht.

"Israel fuhr fort, Jerusalem zu judaisieren und die palästinensische Bevölkerung zu vertreiben. Palästinenser, darunter auch Kinder und Frauen, wurden getötet, palästinensische Gebiete und Ressourcen wurden beschlagnahmt, und es kam zu Provokationen durch Siedler. All dies hat zugenommen", heißt es in dem Bericht weiter.

"Die seit 13 Jahren andauernde Blockade des Gazastreifens hat Wiederaufbaumaßnahmen verhindert und die Verteilung von Impfstoffen behindert. All diese Praktiken waren eine systematische Apartheid-Politik... Die Welt muss das Ausmaß des Leidens der Palästinenser erkennen." M.N Quelle


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