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Bürgerliche Presse: Kapital in China nicht sicher!
  [1 pic] begonnen von secarts am 16.06.2017
16.06.2017, 12:14 Uhr
Communarde
secarts
Großes Geheule in der SZ: "schon wieder" ist ein chinesischer Milliardär einfach so "verschwunden"! Wie soll man denn da noch wirtschaften?

Es ist inzwischen leider das übliche Verfahren in China: Zuerst meldet ein Wirtschaftsmagazin das plötzliche Verschwinden eines Managers. Dann steigt die Parteipresse ein. Und irgendwann folgen ein, zwei kryptische Sätze auf der Website des betroffenen Unternehmens. In diesem Fall der Versicherungskonzern Anbang und ihr Chef Wu Xiaohui...
Seit einigen Monaten jedenfalls gehen Chinas Behörden systematisch gegen die Finanzindustrie vor. Mehrere Milliardäre sitzen im Gefängnis, auch den Leiter der Finanzaufsicht hat es erwischt...
Wus Verschwinden dürfte auch in Hamburg und Kiel zur Kenntnis genommen worden sein. Neben einigen Finanzinvestoren prüft dort Anbang ausgerechnet die Bücher der zum Verkauf stehenden HSH Nordbank. Auf Geheiß der EU-Kommission muss die Landesbank bis Februar 2018 verkauft werden. Misslingt das, droht dem vormals weltweit größten Schiffsfinanzierer die Abwicklung.
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Na, sowas aber auch. Anscheinend ist ein dicker Geldbeutel in China nicht gleichbedeutend mit juristischer Immunität. Anders als hier.

Man stelle sich vor, das amerikanische Original würde vom FBI verschleppt und kein Mensch wüsste, wo Buffett sich aufhält. Statt aber schnell Klarheit zu schaffen, gab es erst einmal keinen Laut der chinesischen Justiz. Lieber überließ sie es der Firma Fosun, der Welt mitzuteilen, dass Guo den Behörden in einem Ermittlungsverfahren "assistiere" und deswegen plötzlich verschwunden ist. Link ...jetzt anmelden!

...greinte die Zeitung schon vor zwei Jahren, als ein anderer Milliardär namens Guo, den die Süddeutsche gleich noch zum "Warren Buffett Chinas" hochjubelte, verhaftet worden war.

So gewinnt die Kampagne sicher keine Glaubwürdigkeit, schlussfolgert das bayrische Blatt zur laufenden Antikorruptionskampagne des Generalsekretärs Xi Jinping aus der Lage ihrer Klassengenossen in der Volksrepublik. Man könnte es auch anders sehen: GERADE aus dem Vorgehen gegen Kapitalisten zieht die Kampagne ihre Glaubwürdigkeit. Denn wenn wer bestochen wurde, gab es ja auch wen, der bestochen hat. Und da in China zwar privates Kapital existiert und auch Profit machen darf, in der Politik aber gar nichts mitzugeben hat, landen eben auch "einfache Milliardäre" mal vor Gericht. Auch das ist Klassenkampf, hier mal "von oben"
17.06.2017, 11:40 Uhr
Bürgerliche Presse: Kapital in China nicht sicher!

Communarde
retmarut
Ich schlage vor: Eine bundesweite Trauerminute für das Leiden der Superreichen. Als Klageweib des Kapitals wäre Maria-Elisabeth Schaeffler (laut Forbes-Liste mit einem Privatvermögen von $5.6 Mrd. ausgestattet) wohl die geeigneste Wahl. Schließlich hat die Unternehmerin mit ihren Tränen schon damals Millionen Herzen gerührt und unser aller Augenmerk auf das schwere Schicksal der hier herrschenden Klasse gelenkt.
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