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NEUES THEMA11.05.2022, 22:04 Uhr
EDIT: Dima
12.05.2022, 08:42 Uhr
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Dima

• Shirin Abu Akleh wurde von Israeli Verbrecher ermordert Hier ist das ganze Video...

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Zeigt das Video an ihre Freunde, vielleicht hilft das gegen die deutsche-israeli GehirnwÀsche ...

Itamar Ben Gvir, einer Mitglied der Knesset twitterte heute Morgen: „Wenn Terroristen auf unsere Soldaten in Jenin schießen, mĂŒssen sie das Feuer mit voller Wucht erwidern, selbst wenn es in der Gegend „Journalisten“ von Al Jazeera gibt die sich oft absichtlich mitten ins Gefecht stellen und die Soldaten stören..."

Der andere Journalist, der im RĂŒcken erschossen wurde, sagte: als wir da angekommen sind, gab es kein Gefecht in diesem Ort...

Shirin wurde erschossen im Kopf unter dem Ohr...Klar von ScharfschĂŒtzer! und wie das Video ziegt: es wurde weiter erschossen, als ihre Kollegen versuchten, sie zu retten...

Jedenfalls, die Welt Àndert sich...und PalÀstina hat ihre Position und Israel hat auch ihre Position in der werdenden neugeborenen Welt..


Viva der Widerstand! Viva Palestine!

NEUER BEITRAG13.05.2022, 23:35 Uhr
EDIT: Dima
14.05.2022, 08:31 Uhr
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Dima

Angriff an Trauernde bis der Sarg Shirins fiel! Das ist die israelische Besatzung!! die Trauernde Familie und Freunde Shirins Abu Akleh wurden vor dem Krankenhaus nach dem Empfang der Leiche in der Beerdigung geschlagen bis der Sarg fiel..

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NEUER BEITRAG14.05.2022, 11:21 Uhr
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FPeregrin

"... die einzige Demokratie im Nahen Osten!" - Danke fĂŒr diese Illustration!

Allerdings sehen mir die Bilder so aus, als sei die 3. Intifada nicht mehr sehr weit entfernt.
NEUER BEITRAG14.05.2022, 11:48 Uhr
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FPeregrin

... und so positioniert sich der Hauptfeind im eigenen Land - ganz konkret - (jW):

JĂŒdische Mahnwache unerwĂŒnscht

Berlin: Polizei untersagt Versammlung fĂŒr getötete Journalistin mit »Nakba«-Demoverbot

Von Marc Bebenroth

Dieser Freitag der 13. war ein neuer Tiefpunkt. Die Berliner Versammlungsbehörde hat fĂŒr dieses Wochenende auch die israelkritische Demonstration einer jĂŒdischen Friedensorganisation untersagt. Die »JĂŒdische Stimme fĂŒr einen gerechten Frieden in Nahost e. V.« durfte am Freitag keine Mahnwache fĂŒr die wohl von israelischen Soldaten getötete palĂ€stinensische Journalistin Schirin Abu Aqla abhalten, deren Trauerzug am selben Tag in Jerusalem von Polizisten gewaltsam aufgelöst wurde.

Die von der Organisation angemeldete Versammlung mit 300 erwarteten Teilnehmenden sei eine Ersatzveranstaltung, weil vom Freitag bis diesen Sonntag ein Verbot fĂŒr »â€șAl Nakbaâ€č-Versammlungen« bestehe, heißt es in einer von der »JĂŒdischen Stimme« per Twitter veröffentlichten E-Mail der Versammlungsbehörde. Auf Anfrage von junge Welt erklĂ€rte ein Sprecher der Berliner Polizei, dass die von der »JĂŒdischen Stimme« angemeldete Versammlung verboten wurde, »da in der Gesamtschau aus hiesiger Sicht eindeutige Verbindungen« zu verbotenen palĂ€stinensischen Veranstaltungen bestĂŒnden. Auch seien Ort und Zeitpunkt – Oranienplatz, 17 bis 22 Uhr – die gleichen wie bei einer der zuvor verbotenen Demonstrationen palĂ€stinensischer Gruppen.

Die Entscheidung sei das Ergebnis einer »in Deutschland bewĂ€hrten Strategie«, erklĂ€rte das propalĂ€stinensische European Legal Support Center (ELSC) am Freitag zum Vorfall. Die Berliner Polizei bringe zum Schweigen, was internationale Gerichte, prominente Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaftler und Politiker wiederholt zum Ausdruck gebracht hĂ€tten: »Das palĂ€stinensische Volk lebt unter einem Apartheidregime.« Das Zentrum rief die UN-Sonderberichterstatterin fĂŒr Meinungsfreiheit, Irene Khan, zur Intervention auf.

Die Berliner Polizei hatte am Donnerstag fĂŒnf fĂŒr dieses Wochenende geplante Demonstrationen gegen die völkerrechtswidrige Besatzungspolitik Israels verboten, das Verbot wurde am Freitag vom Verwaltungsgericht bestĂ€tigt. Die verbotenen Demonstrationen waren wegen des Nakba-Gedenktages (arabisch fĂŒr »Katastrophe«) geplant. Jedes Jahr am 15. Mai wird an die gewaltsame Vertreibung von circa 750.000 indigenen Bewohnern PalĂ€stinas bei GrĂŒndung des Staates Israel erinnert.

Die Polizei behauptete, es bestehe die Gefahr, dass es bei den AufzĂŒgen zu Gewaltverherrlichung und GewalttĂ€tigkeiten komme. Auch mit volksverhetzenden, antisemitischen Rufen sei zu rechnen gewesen. »PalĂ€stina spricht«, erklĂ€rte am Freitag, das Verbot reihe sich nahtlos ein in »die kontinuierliche Entrechtung von PalĂ€stinenser:innen, den systemischen Ausschluss palĂ€stinensischer Menschen aus dem öffentlichen Raum und die Zensur«, die Betroffene seit Jahren in Deutschland erleben wĂŒrden. Die Initiative hatte eine der Demonstrationen angemeldet und gegen das Verbot vor Gericht geklagt. Es sei ein »alarmierender TĂŒröffner« fĂŒr unbegrenzte staatliche Repression gegen »jegliche Opposition in Deutschland, sei es fĂŒr palĂ€stinensische Menschenrechte, Antirassismus oder GeflĂŒchtetenrechte«, so »PalĂ€stina spricht«. Das sieht auch Ferat Kocak so, der stellvertretende Sprecher von Die Linke Neukölln. »Mit einer Art Vorratsbeschluss schrĂ€nken die Polizeibehörden in Berlin die Meinungs- und Versammlungsfreiheit massiv ein«, erklĂ€rte der Berliner Abgeordnete am Freitag per Mitteilung. »Das nehmen wir nicht widerspruchslos hin.«


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... und den eigenen traditionellen Antisemitismus kann die deutsche Bourgeoisie so schön im eigenen repressiven kolonialen Interesse externalisieren!
NEUER BEITRAG18.05.2022, 01:49 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.05.2022, 02:00 Uhr
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FPeregrin

"als sei die 3. Intifada nicht mehr sehr weit entfernt. "

... zumal es so weitergeht mit dem repressiven Vorgehen gegen Trauerfeiern - jW heute:

Gewalt gegen PalÀstinenser
Erneut unter Beschuss

Hunderte Menschen haben am Montag abend an der Trauerfeier fĂŒr einen 23jĂ€hrigen PalĂ€stinenser im von Israel besetzten Ostjerusalem teilgenommen. Die israelische Polizei setzte Gummigeschosse und Blendgranaten gegen die Trauernden ein, wie der palĂ€stinensische Rettungsdienst Roter Halbmond berichtete. Dabei seien 71 Menschen verletzt worden. Der Mann erlag einer Kopfverletzung, nachdem die israelische Polizei vor einem Monat mit Gummigeschossen auf palĂ€stinensische Demonstranten auf dem Al-Aksa-GelĂ€nde geschossen hatte. (AFP/jW)


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NEUER BEITRAG18.05.2022, 02:32 Uhr
EDIT: FPeregrin
18.05.2022, 10:37 Uhr
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FPeregrin

P.S.: Daß das Reinballern in politische Trauerveranstaltungen ein sicherer Weg in die Eskalation ist, weiß man (nicht nur) aus der Geschichte des nordirischen BĂŒrgerkriegs. Und man kann das ganz sicher auch bei den hier Verantwortlichen wissen. Die Frage, die mich umtreibt: WILL man es dort NICHT wissen? Oder kalkuliert man es ein mit der strategischen Stoßrichtung der Niederschlagung einer provozierten 3. Intifada und dem Ziel der endgĂŒltigen militĂ€risch-politischen Erledigung der PalĂ€stina-Frage? Ob letzteres gelingen kann, wird auch von der internationalen Lage abhĂ€ngen. Wenn ich da - schon nach der Konsolidierung Syriens und jetzt insbesondere nach dem Beginn des Ukraine-Krieges - tippen wĂŒrde: Diese Rechnung wird fĂŒr das zionistische Projekt mit einem Minus-GeschĂ€ft ausgehen, ... und zwar einem wirklich großen! ... ist aber natĂŒrlich auch nur eine Über-den-Daumen-Kalkulation.
NEUER BEITRAG18.05.2022, 16:55 Uhr
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FPeregrin

Hmm., ... wird auf zionistischer Seite darauf spekuliert, einen vorzeitigen Aufstand auszulösen, bei dem die Massen der Avantgarde vorauslaufen? Das wĂ€re sehr gefĂ€hrlich - sowohl fĂŒr die Massen wie fĂŒr die Avantgarde! (Auch wenn wir etwas aus der nicaraguanischen Revolution wissen, das es auch mal gut gehen kann.) Also wĂ€re höchste Wachsamkeit und Disziplin geboten. - Im Moment wĂ€re das fĂŒr mich die plausibelste Hypothese; leider habe ich nicht genug Daten. Es ist also bloße Spekulation vom hinteren Logenplatz!
NEUER BEITRAG23.05.2022, 15:38 Uhr
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arktika

Wie nicht unbedingt anders zu erwarten, will Israel die Ermordung der Journalistin NICHT juristisch verfolgen. Wie die israelische MilitĂ€rbullerei mĂ­tteilt, weil sie keine kriminelle Tat erkennen könne. Eine "BegrĂŒndung", die vor Menschenverachtung u. Herrenmenschenarroganz nur so strotzt. Und als kleines Leckerli zusĂ€tzlich wurde auch einer der angegriffenen SargtrĂ€ger erst mal eingeknastet - "U-Haft".

Von Gerrit Hoekman in der jW vom 21. Mai:

Ansehen der Armee wichtiger
Verschleierung in Israel
MilitÀrpolizei will Tod von palÀstinensischer Journalistin Abu Akleh nicht untersuchen


Wer hat die Reporterin Schirin Abu Akleh wĂ€hrend einer Razzia der israelischen Armee auf der besetzten Westbank am 11. Mai erschossen? Am Donnerstag berichtete die Times of Israel unter Berufung auf eine »anonyme Quelle« innerhalb der StreitkrĂ€fte, die Armee habe möglicherweise die Waffe gefunden, aus der die Kugel abgefeuert wurde. FĂŒr eine genaue Untersuchung benötige die MilitĂ€rpolizei allerdings die Kugel. Diese wollen die PalĂ€stinenser indes nicht herausrĂŒcken. Sie befĂŒrchten, das Projektil nie wiederzusehen, wenn es sich erst einmal in HĂ€nden der Israelis befindet. »Israels GlaubwĂŒrdigkeit ist in Situationen wie dieser nicht besonders groĂŸÂ«, zitierte das Magazin Time vergangene Woche den israelischen Diaspora-Minister Nachman Schai.

Laut einem Bericht der israelischen Tageszeitung Haaretz ist diese Angst keineswegs unbegrĂŒndet. Demnach werde die MilitĂ€rpolizei den Tod der Reporterin nicht untersuchen, weil sie keine kriminelle Tat erkennen könne. Anna Ahronheim, Journalistin der Jerusalem Post, schrieb am Donnerstag auf Twitter, die StreitkrĂ€fte hĂ€tten ihr bestĂ€tigt, »dass sie keine strafrechtliche Untersuchung des Todes der Al-Dschasira-Journalistin Schirin Abu Akleh einleiten werden«.

Laut dem Onlineportal Middle East Eye vom Donnerstag wirft die israelische Menschenrechtsorganisation Jesch Din der Armee vor, sich wie ĂŒblich aus der Verantwortung zu stehlen. Das Ansehen der EinsatzkrĂ€fte sei ganz offensichtlich wichtiger, als der Gerechtigkeit GenĂŒge zu tun. Die meisten Opfer israelischer Polizei- und MilitĂ€rgewalt sind unbekannte Jugendliche, oft aus FlĂŒchtlingslagern im Westjordanland. Außerhalb PalĂ€stinas interessiert sich kaum jemand fĂŒr sie. Anders ist es bei Abu Akleh. Die erfahrene Journalistin, die seit vielen Jahren fĂŒr Al-Dschasira arbeitete, war auch international hochangesehen und besaß neben der palĂ€stinensischen auch die US-amerikanische Staatsangehörigkeit.

Auch die verstörenden Bilder von Abu Aklehs Beerdigung am 13. Mai, als israelische Polizisten brutal auf die TrauergĂ€ste einschlugen und selbst die SargtrĂ€ger attackierten, haben Kritik nach sich gezogen. Die LiveĂŒbertragung machte es fĂŒr ein großes Publikum sichtbar, wie die Besatzungsmacht mit PalĂ€stinenserinnen und PalĂ€stinensern umgeht. Der Anlass fĂŒr den Gewaltexzess: Die Trauernden trugen palĂ€stinensische Fahnen mit sich. Am Mittwoch berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass bereits am Montag einer der verprĂŒgelten SargtrĂ€ger von der israelischen Polizei in Untersuchungshaft genommen wurde. Die Polizei streite einen Zusammenhang mit den Vorkommnissen beim Trauerzug ab, habe jedoch gegenĂŒber dem Anwalt des Verhafteten keinen anderen Grund fĂŒr die Festnahme genannt.

Am Donnerstag forderten rund 130 internationale Persönlichkeiten, unter anderem Autoren, Musiker und Schauspieler, in einem offenen Brief Gerechtigkeit fĂŒr Abu Akleh. Der TĂ€ter mĂŒsse zur Rechenschaft gezogen werden, heißt es darin. »Es darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden, wenn es um das grundlegende Menschenrecht auf Freiheit vor Verfolgung und UnterdrĂŒckung und das Recht auf Leben und WĂŒrde geht«, verlangen die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner angesichts der allgemeinen Empörung ĂŒber den Krieg in der Ukraine. Zu den Unterzeichnern gehören auch die OscarpreistrĂ€gerinnen Susan Sarandon und Tilda Swinton, der Schauspieler und frĂŒhere französische Fußballstar Éric Cantona, die Regisseure Jim Jarmusch und Aki KaurismĂ€ki, die afroamerikanische BĂŒrgerrechtlerin Angela Davis und der griechische Abgeordnete Yanis Varoufakis.


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Besonders freut mich bei diesem offenen Brief, daß Eric Cantona, Jim Jarmusch u. Aki KaurismĂ€ki zu den Unterzeichnenden gehören.
NEUER BEITRAG03.06.2022, 14:25 Uhr
EDIT: arktika
03.06.2022, 14:28 Uhr
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arktika

Shirin Abu Akleh wurde von Israeli Verbrecher ermordert WĂ€re es nicht die freiheitlichste Demokratie (oder wie nennt sich das nochmal genau?) im ganzen nahen Osten, sondern z. B. Rußland oder China, so wĂ€re sicherlich in den BRD-Medien anders reagiert worden. Aber ist es nunmal nicht ...
Aber in der jW vom 2. Juni wird deutlich gemacht, daß nach einer grĂŒndlichen Untersuchung und Videoaufnahmen das bestĂ€tigt wurde, was nach den bisherigen ZeugInnenaussagen eigentlich schon klar war:

Mord an Journalistin
Von hinten in den Kopf
Gerichtliche Untersuchung und neues Videomaterial bestĂ€tigen: PalĂ€stinensische Reporterin Abu Akleh von israelischen ScharfschĂŒtzen getötet


Von Gerrit Hoekman

Die palĂ€stinensische Reporterin Schirin Abu Akleh wurde am 11. Mai wĂ€hrend ihrer Arbeit in Dschenin von einem israelischen ScharfschĂŒtzen aus einer Entfernung von 170 bis 200 Metern gezielt erschossen. Davon zeigte sich der palĂ€stinensische Generalstaatsanwalt Akram Al-Chatib am vergangenen Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Ramallah aufgrund der nun abgeschlossenen gerichtlichen Untersuchung ĂŒberzeugt.

Im Kopf der Journalistin befand sich laut der ballistischen Analyse ein 5,56-Millimeter-Projektil. Die Kugel weise allgemeine und spezifische Merkmale auf, die zu einer halbautomatischen Ruger Mini-14 passen – eine Waffe, die von der israelischen Armee auf der Westbank zur »AufstandsbekĂ€mpfung« eingesetzt wird. Die Autopsie habe ferner ergeben, dass die Kugel von hinten in den Kopf der Reporterin eingedrungen war, prĂ€zise an einer der wenigen Stellen, die weder von ihrer schusssicheren Weste mit der Aufschrift »Press« noch von ihrem Stahlhelm geschĂŒtzt waren. Abu Akleh habe sich also von dem Ort entfernen wollen, kurz bevor sie tödlich getroffen wurde, schlussfolgerte Al-Chatib. Ihr Kollege Ali Samudi wurde ebenfalls in den RĂŒcken getroffen. Er ĂŒberlebte.

Zum Zeitpunkt des Verbrechens hĂ€tte es am Tatort keine bewaffneten ZusammenstĂ¶ĂŸe zwischen der israelischen Armee und palĂ€stinensischen KĂ€mpfern gegeben. »Die einzige Quelle des Feuers an diesem Ort kam von den Besatzungstruppen mit der Absicht zu töten«, sagte Al-Chatib laut Reuters am vergangenen Donnerstag. Als die Journalistin bereits tödlich getroffen am Boden lag, hĂ€tten die Soldaten weiter auf jeden gezielt, der ihr zur Hilfe eilen wollte. Es handele sich mithin um »vorsĂ€tzlichen Mord« und ein »Kriegsverbrechen«, so der Generalstaatsanwalt.

Der US-Sender CNN veröffentlichte vergangenen Dienstag auf seiner Homepage eine ausfĂŒhrliche Recherche der Ereignisse. Sie unterstĂŒtzt die Schlussfolgerung der palĂ€stinensischen Staatsanwaltschaft. In einem Video sind am Stamm des Baumes, unter dem Abu Akleh erschossen wurde, drei weitere, eng beieinander liegende EinschĂŒsse zu sehen. »Die Anzahl der Einschlagstellen an dem Baum, an dem Schirin stand, beweist, dass es sich nicht um einen zufĂ€lligen Schuss handelte, sondern dass sie gezielt beschossen wurde«, ist der von CNN hinzugezogene Forensiker Chris Cobb-Smith ĂŒberzeugt. Ein Foto zeigt außerdem, wie zum Tatzeitpunkt am oberen Ende der Gasse gepanzerte, israelische MilitĂ€rfahrzeuge stehen, die ĂŒber Schießscharten fĂŒr ScharfschĂŒtzen verfĂŒgen. Von ihrer Position aus hatten sie freies Schussfeld auf die gesamte Gasse.

Das Mediennetzwerk Al-Dschasira, fĂŒr das die Reporterin seit mehr als zwei Jahrzehnten arbeitete, will deshalb den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag einschalten. Man werde »alle rechtlichen Möglichkeiten« prĂŒfen, sagte der Leiter des BĂŒros von Al-Dschasira in Jerusalem, Walid Al-Omari. Die PalĂ€stinensische Autonomiebehörde hatte einige Tage vorher ebenfalls angekĂŒndigt, vor den Strafgerichtshof zu ziehen.

Die Familie der Reporterin hat unabhĂ€ngig davon die International Federation of Journalists (IFJ), das Palestinian Journalists Syndicate (PJS) und das International Centre of Justice for Palestinians (ICJP) ebenfalls gebeten, den Strafgerichtshof einzuschalten. Die drei Organisationen beauftragen die Londoner Kanzleien Doughty Street Chambers und Bindmans LLP mit der Vertretung des Opfers und ihres Kollegen Ali Samudi. Der Fall soll einer anderen Beschwerde hinzugefĂŒgt werden, die bereits im April in Den Haag eingereicht wurde und bei der es um vier andere FĂ€lle von israelischen Angriffen auf Journalisten geht, zwei davon mit tödlichen Folgen.

Auch wenn es kaum noch, um nicht zu sagen: keine berechtigten Zweifel gibt, weigert sich Israel weiterhin, die Verantwortung zu ĂŒbernehmen. Der israelische Verteidigungsminister Benjamin Gantz sprach am vergangenen Donnerstag auf Twitter von einer »eklatanten LĂŒge«. Israel verletze nicht absichtlich Journalisten.

Bei dieser Haltung wundert es nicht, dass Verfahren gegen israelische MilitĂ€rangehörige regelmĂ€ĂŸig im Sande verlaufen. Und kommt es ausnahmsweise zu einer Verurteilung, ist die Strafe gering. Israel »hat es nicht geschafft, jemanden fĂŒr die Dutzenden palĂ€stinensischen Journalisten, die bisher getötet oder invalide wurden, zur Rechenschaft zu ziehen«, stellte der Anwalt Tayab Ali, der die Angelegenheit vor dem Strafgerichtshof fĂŒr Bindmans LLP bearbeitet, am vergangenen Freitag im Guardian fest.

Gantz beteuert zwar, Israel sei bereit, den Fall in Zusammenarbeit mit »internationalen Akteuren« zu untersuchen. Der Strafgerichtshof wird aber kaum dazugehören. Israel hĂ€lt Den Haag auf der Westbank grundsĂ€tzlich fĂŒr nicht zustĂ€ndig. 123 Staaten haben den Strafgerichtshof im sogenannten Römer Statut anerkannt. Israel gehört wie auch die USA, der Sudan und Russland nicht dazu.


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#Palaestina
#Israel
#politischeMorde
#Zionismus
NEUER BEITRAG03.06.2022, 14:56 Uhr
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arktika

erneute Ermordung einer Journalistin durch israel. Armee Erneut wurde in Israel eine palÀstinensiche Journalistin durch die Armee ermordet. Von einer "Spezialisierung" auf solches Tun sollte man aber trotzdem nicht sprechen, da die "normalen" Ermordungen palÀstinensicher Menschen ebenfalls munter weitergehen.

Dazu ein Text von Gerrit Hoekman in der heutigen jW:

PalÀstina und Israel
Wieder eine Journalistin
Israels Armee erschießt binnen 24 Stunden eine PalĂ€stinenserin und zwei PalĂ€stinenser


Am Mittwoch morgen haben israelische Soldaten auf der besetzten Westbank unweit von Al-Chalil (hebrÀisch: Hebron) die 31jÀhrige Journalistin Ghufran Warasna erschossen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Ramallah laut der amtlichen palÀstinensischen Nachrichtenagentur WAFA mit. Warasna sei von einer Kugel knapp neben dem Herzen in die Brust getroffen worden.

Der palÀstinensische Rote Halbmond, das islamische Pendant zum Roten Kreuz, berichtete auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, die Armee habe die Nothelfer fast 20 Minuten daran gehindert, die Schwerverletzte medizinisch zu versorgen. »Sie kam klinisch tot im Krankenhaus an. Sie hatte zuviel Blut verloren, und ihr Herz hatte aufgehört zu schlagen«, sagte ein Sprecher des Ahli-Hospitals in Al-Chalil laut der Onlinezeitung The New Arab.

»Ghufran ging um 7.40 Uhr zur Arbeit und erreichte den Eingang des FlĂŒchtlingslagers, wo sich regelmĂ€ĂŸig israelische KrĂ€fte positionieren«, berichtete ein Cousin The New Arab. »Wenige Minuten spĂ€ter hörten wir die Nachricht, jemand sei erschossen worden.« Er sei zum Kontrollpunkt gelaufen und habe dort seine Cousine am Boden liegend vorgefunden.

Die Nachrichtenagentur Shehab lud am Mittwoch auf Twitter ein Video hoch, das Warasna bei der Arbeit fĂŒr Shehab zeigte. Am Mittwoch sollte sie ihre neue Stelle beim Lokalsender Dream Radio antreten. »Ghufran hatte sich vor zwei Wochen bei unserem Radio um eine Stelle als Nachrichtenmoderatorin beworben. Wir haben sie eingestellt, und heute war ihr erster Arbeitstag«, sagte der Direktor von Dream Radio, Talal Dschabari, gegenĂŒber The New Arab.

ream Radio gehört nicht unbedingt zu den Lieblingssendern der israelischen Besatzungsmacht. Ende November 2015 stĂŒrmten Soldaten die Redaktion und beschlagnahmten das gesamte Equipment. Sechs Monate durfte Dream Radio nicht senden, weil es angeblich zu Gewalt aufrufe. Auch zwei andere Sender aus Al-Chalil wurden damals vorĂŒbergehend geschlossen.

WAFA berichtete, dass die Journalistin bereits Anfang des Jahres einmal ohne Angabe von GrĂŒnden verhaftet und am 1. April wieder aus der sogenannten israelischen Sicherheitshaft entlassen worden war. Laut der Onlinezeitung Times of Israel behauptet die israelische Armee nun, Warasna habe am Mittwoch am Kontrollpunkt zum FlĂŒchtlingslager Al-Arub vorgehabt, Soldaten mit einem Messer anzugreifen. Beweise fĂŒr die Behauptung legte sie nicht vor. Die Familie und ihre Kollegen wiesen den Vorwurf zurĂŒck. Ein Augenzeuge berichtete gegenĂŒber The New Arab, Warasna habe gut zwei Meter von einem Soldaten entfernt gestanden, als dieser schoss.

Das wĂ€re keine Überraschung. Das UN-Hochkommissariat fĂŒr Menschenrechte stellte bereits mehrfach fest, dass israelische Soldaten hĂ€ufig zur Schusswaffe greifen, wenn nur ein vager Verdacht besteht. Nach Angaben des palĂ€stinensischen Gesundheitsministeriums sind seit Anfang des Jahres 62 PalĂ€stinenserinnen und PalĂ€stinenser auf der Westbank durch israelische Kugeln umgekommen. Die Autonomiebehörde sprach in der Vergangenheit von »außergerichtlichen Hinrichtungen«.

Noch am selben Tag wie Warasna fand am spĂ€ten Abend der 24jĂ€hrige Bilal Kabaha den Tod, als die israelische Armee mit 30 MilitĂ€rfahrzeugen und einem Bulldozer im Dorf Dschabad in der NĂ€he von Dschenin eindrang. ScharfschĂŒtzen bezogen auf den DĂ€chern Stellung. Die Soldaten waren gekommen, um das dreistöckige Haus der Familie von Dija Hamarscha abzureißen. Hamarscha hatte im MĂ€rz bei einem Anschlag in Tel Aviv fĂŒnf Menschen umgebracht. Er selbst starb ebenfalls. Das Niederreißen von HĂ€usern ist Teil der israelischen Repression in den besetzten Gebieten. Damit soll die gesamte Familie bestraft werden, um Nachahmer abzuschrecken.

Das vorerst letzte Opfer kam am Donnerstag morgen bei Bethlehem im FlĂŒchtlingslager Dheischa ums Leben. WĂ€hrend einer Razzia der israelischen Armee kam es zu Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern des Lagers und den Soldaten. Dabei wurde laut WAFA ein 29jĂ€hriger PalĂ€stinenser erschossen.

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NEUER BEITRAG07.12.2022, 22:14 Uhr
EDIT: FPeregrin
08.12.2022, 10:27 Uhr
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FPeregrin

Shirin Abu Akleh wurde von Israeli Verbrecher ermordert jW morgen:

Kein Einzelfall

Al-Dschasira ruft Den Haag zu Mord an Abu Akleh an. Beweismaterial zeige Bedrohung fĂŒr Journalisten in PalĂ€stina

Von Gerrit Hoekman

Der panarabische Nachrichtensender Al-Dschasira bringt den gewaltsamen Tod seiner palĂ€stinensisch-US-amerikanischen Reporterin Shireen Abu Akleh vor den Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag. Das gab der TV-Sender aus Katar am Dienstag bekannt. Die Journalistin – deutlich mit Presseweste gekennzeichnet – war am 11. Mai aller Wahrscheinlichkeit nach von einem israelischen Soldaten erschossen worden, als sie auf der besetzten Westbank ĂŒber eine Razzia in Dschenin berichtete.

Sechs Monate lang wurden alle verfĂŒgbaren Augenzeugenberichte und Videoaufnahmen gesammelt. Darunter soll sich neues, bislang unveröffentlichtes Material befinden. Der Sender spricht von Mord und stellt den Tod der Reporterin in einen Zusammenhang mit einem umfassenderen Angriff auf Journalistinnen und Journalisten in PalĂ€stina im Allgemeinen und auf Al-Dschasira im Besonderen. Dabei spielt auch die Bombardierung des RedaktionsbĂŒros des Senders in Gaza am 15. Mai 2021 durch Israel eine Rolle. Nach PrĂŒfung der vorgelegten Beweise entscheidet die Staatsanwaltschaft des Strafgerichtshofs, ob sie ermittelt.

»Es ist kein einzelner Vorfall, es ist ein Mord, der Teil eines umfassenderen Musters ist, das die Staatsanwaltschaft untersuchen sollte, um diejenigen zu identifizieren, die fĂŒr den Mord verantwortlich sind, und Anklage gegen sie zu erheben«, sagte Rodney Dixon, der Anwalt von Al-Dschasira, am Dienstag. Der Fokus liege auf Abu Akleh. »Aber die Beweise, die wir vorlegen, betrachten alle Handlungen gegen Al-Dschasira.« Sie wĂŒrden eindeutig belegen, dass die israelischen Behörden versuchen, den Sender mundtot zu machen.

Abu Aklehs Familie hatte sich bereits im September an den IStGH gewandt. Am Dienstag erklĂ€rte Lina Abu Akleh, die Nichte der Reporterin, vor dem Eingang des Gerichtshofs: »Wir erwarten, dass der Staatsanwalt nach Wahrheit und Gerechtigkeit strebt, und wir erwarten, dass das Gericht Institutionen und Einzelpersonen, die fĂŒr dieses Verbrechen verantwortlich sind, fĂŒr den Mord an meiner Tante zur Rechenschaft ziehen wird.«

Aus Israel hieß es dagegen vom scheidenden MinisterprĂ€sidenten Jair Lapid: »Niemand wird gegen IDF-Soldaten (israelische StreitkrĂ€fte, jW) ermitteln, und niemand wird uns Moral in der KriegfĂŒhrung predigen. Schon gar nicht das Al-Dschasira-Netzwerk.« Verteidigungsminister Benjamin Gantz schlug der Tageszeitung Haaretz zufolge vor, der Sender solle zunĂ€chst einmal schauen, »was mit Journalisten im Iran passiert«. Der designierte Minister fĂŒr nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, ging erwartungsgemĂ€ĂŸ noch einen Schritt weiter. Der ultrarechte Politiker forderte gleich die Ausweisung des Senders, Al-Dschasira sei ein »antisemitisches und falsches Propagandanetzwerk, das in der Welt gegen den Staat Israel arbeitet«.

Washington lehnte den Vorstoß des TV-Senders ebenfalls ab, teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Edward Price, am Dienstag mit. Die USA hĂ€tten Israel mehrmals aufgefordert, den TĂ€ter zur Rechenschaft zu ziehen, die GesprĂ€che mit den zustĂ€ndigen israelischen Stellen wĂŒrden fortgesetzt. Den Haag sei allerdings nicht der richtige Ort dafĂŒr. »Wir halten an unseren langjĂ€hrigen EinwĂ€nden gegen die Untersuchung der palĂ€stinensischen Situation durch den IStGH fest«, sagte Price. »Der IStGH sollte sich auf seine Kernaufgabe konzentrieren. Und diese Kernaufgabe besteht darin, als letzter Ausweg bei der Bestrafung und Abschreckung von Greueltaten zu dienen.«

»The Killing of Shireen Abu Akleh – Fault Lines«: Neue Dokumentation zum Fall unter kurzelinks.de/Akleh


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Auch wenn ich lebhafte Zweifel habe, daß Den Haag der richtige Ort ist - der Yankee-Sprecher erwĂ€hnt ja folgerichtig die "Kernaufgaben" dieses imperialistischen Marionettentheaters -: Es ist besser die juristische KlĂ€rung des Falls Shirin Abu Akleh auf hohem Niveau scheitern zu lassen als sie einfach auf sich beruhen zu lassen!
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