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    V. Konferenz
    "Der Hauptfeind steht im eigenen Land“

    Schwerpunkt
    "Kann es einen nächsten Weltkrieg noch geben?"

    Die jährlich stattfindenden Konferenzen gegen den deutschen Imperialismus sollen den politischen Austausch und die Zusammenarbeit derjenigen revolutionären Kräfte fördern und vorantreiben, die in der Arbeiter- und demokratischen Bewegung für die Linie „Der Hauptfeind steht im eigenen Land“ kämpfen wollen.


    Aus dem Programm:

    • Ökonomische Lage
      Rolf Fürst (KAZ-AG "Zwischenimperialistische Widersprüche")
    • Militärische Lage, deutsche Kriegsfronten Jörg Kronauer (German Foreign Policy, www.german-foreign-policy.com)
    • Die Friedensillusion. Vom »Ultraimperialismus« zum »globalen Kapitalismus« [ Teil I | Teil II ] Erika Wehling-Pangerl (Kommunistische Arbeiterzeitung)
    • Der deutsche Imperialismus und die EU – aktuelle Entwicklung Gretl Aden (KAZ-AG "Zwischenimperialistische Widersprüche")
    • Widersprüche zwischen den imperialistischen Mächten anhand des II. Weltkrieges N. Jankowski
    • Zwischenimperialistische Widersprüche auf dem Balkan Marcel Kowalski (KAZ-AG "Zwischenimperialistische Widersprüche")
    • Blockbildung gegen China Sebastian Carlens (Redakteur bei der Tageszeitung junge Welt)


    Buch: "Grenzenloser Friede? // edition ost // 2014

    Beiträge und Referate der III., IV. und V. Konferenz "der Hauptfeind steht im eigenen Land" (2011, 2012 und 2013 in Göttingen) sind in einem Sammelband erschienen:
    Grenzenloser Friede?
    Neue Analysen zum deutschen Imperialismus

    edition ost 2014, Hrsg.: Johannes Oehme
    ISBN: 978-3-360-01836-6
    224 Seiten, 12,5 x 21 cm broschiert [ » Verlagsinfo ]. Bezug: Verlag [ » Shop ].


    Kommuniqué zur V. Konferenz

    Vom 9.-12. Mai 2013 fand in Göttingen die V. Konferenz "Der Hauptfeind steht im eigenen Land" statt. Neben der aktuellen ökonomischen, militärischen und europapolitischen Lage des deutschen Imperialismus widmete sich die Konferenz schwerpunktmäßig der Frage, ob es noch und wieder imperialistischen Weltkrieg geben kann und was ihn gegenüber regionalen Kriegen kennzeichnet.

    Auf seiner weitgehend unterschätzten westdeutschen industriellen Basis konnte der deutsche Imperialismus auch in diesem Jahr 2012/13 der anhaltenden akuten Krise seine Position gegenüber den imperialistischen Konkurrenten, namentlich Frankreich, relativ ausbauen. Als Hegemonialmacht der EU statuierte er an Zypern ein Exempel massiv erpresserischer Kapitalentwertung zugunsten der Stabilität des Euro, das neben Zypern vor allem Russland und Großbritannien zum Nachteil gereichte. Zugleich formierte sich mit der "Alternative für Deutschland" erstmals ein nicht offen faschistisch agierendes Sprachrohr jener Kreise des deutschen Imperialismus, die angesichts der sich weiter zuspitzenden Widersprüche in der Euro-Zone auf die Kerneuropastrategie der Auflösung des Euro setzen. Wie weit der technokratische, wirtschaftswissenschaftliche Gestus dieser Partei verfängt, wird so aufmerksam zu beobachten sein wie die generelle Aussicht des deutschen Imperialismus, die Unterwerfung der europäischen Bourgeoisien weiterhin mittels des Euro voranzutreiben oder den Zerfall des Euro zu deutschen Gunsten zu provozieren.

    Entgegen verbreiteten Friedensillusionen stellten die Konferenzteilnehmer das Wirken der ungleichmäßigen Entwicklung des Imperialismus als den Grund für die Weltkriegsgefahr heraus. Anstelle einer allgemeinen Herrschaft des abstrakten "globalen Kapitalismus“ oder „kollektiven Imperialismus" – letztlich einem Neuaufguss der Theorie des "Ultra-Imperialismus" – spitzen sich verstärkt seit 1990 die Widersprüche zwischen Deutschland und seinen europäischen Konkurrenten sowie den USA zu. Hieraus folgt die unmittelbare Gefahr des Weltkrieges, eines Krieges direkt zwischen den imperialistischen Großmächten. Es gilt, dessen Ausbruch zu verhindern, doch müssen die revolutionären Kräfte sich angesichts ihrer Lage und der historischen Erfahrungen auch auf den Ausbruch eines solchen Krieges einstellen.

    Anhand der Geschichte des 2. Weltkrieges wurde deutlich, wie der deutsche Imperialismus seit 1918 die Uneinigkeit seiner Konkurrenten und ihren Antisowjetismus gezielt ausnutzte, um Schritt für Schritt die Basis für einen deutsch-europäischen Überfall auf die Konkurrenten Frankreich und Großbritannien sowie auf die Sowjetunion zusammenzurauben. Die Errichtung des deutschen Faschismus ab 1933 war hierbei nicht Ursache des Weltkrieges, sondern nur eine – bedeutende – innenpolitische Zäsur im seit 1918 kontinuierlichen zweiten deutschen Anlauf zur Unterwerfung Europas und der Welt.

    Der Balkan ist seit 1990 erklärter Hinterhof des deutschen Imperialismus, der die Zerschlagung Jugoslawiens, aber auch der Tschechoslowakei maßgeblich organisierte. Dabei drohte er je nach strategischen Maßgaben seinen Konkurrenten mit eigenmächtigem militärischem Vorgehen und brachte sie somit in teils erheblichen Zugzwang. Mit Serbiens neuen EU-Ambitionen droht einer der letzten staatlichen Posten auf dem Balkan, die sich eine relative Unabhängigkeit vom deutschen Imperialismus bewahrt haben, zu fallen. Auch die Abhängigkeit des traditionellen Juniorpartners Ungarn von Deutschland vertiefte sich. Der Ausbau der deutschen Hegemonie auf dem Balkan steigert die Kriegsgefahr erheblich, indem er nur auf Kosten der Balkanvölker sowie Russlands, Frankreichs und der USA stattfinden kann – und dennoch die unersättliche deutsche Monopolbourgeoisie nicht sättigt.

    Einer imperialistischen Einheitsfront gegen die Volksrepublik China (Neuauflage des "Kalten Krieges" oder "Politik der offenen Tür") stehen einstweilen die zu gegensätzlichen imperialistischen Interessen entgegen. Die deutsche Wirtschaft ist in China trotz staatlicher Einschränkungen relativ gut aufgestellt. Die Orientierung auf direkte Zerschlagung des chinesischen Zentralstaats schweißt die dortige nationale Bourgeoisie an die Kommunistische Partei, den einzigen politischen Garanten der chinesischen Integrität. Daher entwickelt der deutsche Imperialismus neben der offenen Unterstützung von Separatisten (Dalai Lama etc.) und Dissidenten (Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo etc.) zunehmend eine neue Strategie des "Wandels durch Annäherung" (Helmut Schmir die Bewegung gegen ihn bieten können.

    Anlässlich des 9. Mai würdigte die Konferenz den Sieg der Sowjetunion und ihrer Alliierten über den deutschen Faschismus.

    Für die VI. Konferenz wurde der antimilitaristische Kampf als Schwerpunktthema beschlossen.


    V. Konferenz "Der Hauptfeind steht im eigenen Land"

    Die Konferenz fand statt vom 09.05. bis 12.05.2013 in Göttingen.
    Weitere Informationen sowie die Referate als Audiodateien
    unter www.gegen-den-hauptfeind.de.

    Veranstaltet von www.secarts.org

     
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