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Der Durchbruch kam in der sechsten Verhandlungsrunde, nach vier Streiktagen und einem mehrtägigen Verhandlungsmarathon: Am 9. Dezember einigten sich ver.di und das Bankmanagement auf ein Ergebnis für die Beschäftigten der Postbank AG und ihrer Töchter. Die Deutsche Bank hatte im Rahmen der Integration der Postbank in ihren Konzern geplant, Bereiche der Postbank in neue Gesellschaften zu wesentlich schlechteren Bedingungen auszugliedern: Die Arbeitszeiten sollten von 38,5 auf 42 Stunden heraufgeschraubt, der Jahresurlaub um drei Tage verkürzt werden. Überdies sollten bis zu zwei Monatsgehälter und weitere Zuschläge gestrichen werden. ver.di hatte einen Überleitungstarifvertrag gefordert, um die Beschäftigten der Postbank beim Übergang in neu gegründete Gesellschaften zu schützen, und setzte sich dank Solidaritätsstreiks und tausender protestierender Beschäftigter erfolgreich durch: Die Besitzstände konnten durch die Übernahme des Entgelttarifvertrages gewahrt werden. Das gilt ebenso für den Urlaubsanspruch von 30 Tagen. Bei flexibler Arbeitszeit bleibt die 39-Stunden-Woche als Basis erhalten. Außerdem wurden Standortgarantien vereinbart. Weiterhin wurde der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bei der Postbank und der BHW-Gruppe bis zum 31. 12. 2014 tarifvertraglich vereinbart. "Dieses Ergebnis konnte nur mit den Beschäftigten, die mit ihren eindrucksvollen Streiks Druck auf die Arbeitgeber ausgeübt haben, erzielt werden", betonte Beate Mensch vom ver.di-Bundesvorstand. Mit dem Tarifabschluss sei ein massives Sozialdumping in der Postbank verhindert worden.

Wenige Tage vor dem Abschluss versammelten sich um 5 vor 12 ca. 1000 Beschäftigte der Postbank München vor der Hauptgeschäftsstelle an der Paul-Heyse-Strasse in München (Nähe Hauptbahnhof im Bahnhofsviertel) zum Abschluss ihrer 4-tägigen Aktionen und Warnstreiks gegen den geplanten Stellenabbau von rund 30 Prozent sowie diversen zusätzlichen Lohneinbussen, die im Zuge der Fusion/Übernahme durch die Deutsche Bank düster wie die Unwetterwolken über ihnen hingen. Dabei bemerkte eine junge Rednerin treffend, dass allein die Differenz von 27 Millionen Euro, die das Deutsche-Bank-Management im laufenden Jahr mehr verdient haben wird als das Management der Postbank, schon zur Sicherung der Postbankbeschäftigten reichen würde.

Nach Angaben von ver.di beteiligten sich rund 3 500 Beschäftigte der Postbank an den nun erfolgreichen bundesweiten Streiks. Weitere Informationen zu den Hintergründen des Postbankstreiks können bei www.kommunisten.de nachgelesen werden.

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